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  • Die Sonnenblumenverarbeitung in der Ukraine verlangsamt sich aufgrund hoher Rohstoffpreise
    Опубликовано: 2026-05-28 17:07:09

    Die Nachfrage nach Sonnenblumen in der Ukraine ist weiterhin hoch, doch immer mehr Ölmühlen sehen sich gezwungen, die Rohstoffverarbeitung einzustellen. Grund dafür ist der deutliche Anstieg der Saatgutkosten, der die Rentabilität der Produktion verringert und die Betriebe dazu veranlasst hat, die Produktion im Vorfeld der neuen Rapssaison vorübergehend zu unterbrechen.

    Dies berichtete die Elektronische Getreidebörse der Ukraine. Marktdaten zufolge überprüfen die Verarbeiter aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Rohstoffkosten und Preisen für Fertigprodukte zunehmend ihre Produktionspläne.

    Die Ankaufspreise für Sonnenblumen mit einem Ölgehalt von 50 % lagen in der vergangenen Woche in der Ukraine zwischen 31.300 und 33.500 UAH/t bzw. 630 bis 660 US-Dollar pro Tonne ohne Mehrwertsteuer. Einige Verarbeiter, die nicht über ausreichende Lagerbestände verfügten, sahen sich gezwungen, die Ankaufspreise zu erhöhen, um die Rohstoffversorgung sicherzustellen.

    Gleichzeitig senkten andere Unternehmen hingegen die Preise, da sie bereits vor Beginn der Rapsverarbeitung über ausreichende Reserven verfügten. Für größere Mengen Sonnenblumen zahlten Käufer bis zu 34.000 UAH/t inklusive Lieferung ins Werk, der Bedarf an zusätzlichen Käufen vor Beginn der neuen Saison bleibt jedoch gering.

    Vor dem Hintergrund eines Angebotsdefizits steigen auch die Preise für Fertigprodukte. Ukrainisches Sonnenblumenöl verteuerte sich in der vergangenen Woche um 10 US-Dollar pro Tonne und erreichte bei Lieferung in die Schwarzmeerhäfen 1.325–1.330 US-Dollar pro Tonne.

    Der Preisanstieg ist auf ein geringeres Angebot aufgrund der Stilllegung einiger Werke zurückzuführen, die sich auf die Rapsverarbeitung vorbereiten. Gleichzeitig sehen sich Exporteure mit Schwierigkeiten aufgrund von Risiken durch Bombardierungen der Hafeninfrastruktur und möglichen Schäden an Terminals und Produktionsanlagen konfrontiert.

    Parallel dazu läuft in der Ukraine die Aussaatkampagne. Bis zum 25. Mai wurden 4,34 Millionen Hektar mit Sonnenblumen bestellt, was 87 % der geplanten 5 Millionen Hektar entspricht. Natürliche Bedingungen – kühles Wetter und regelmäßige Regenfälle – fördern das Pflanzenwachstum und ermöglichen den Landwirten eine zügige Aussaat.

    Gleichzeitig könnten hohe Preise für Sonnenblumen die Landwirte dazu anregen, ihre Anbauflächen künftig auszuweiten. Dies könnte das Angebotsgleichgewicht auf dem Markt in den folgenden Saisons beeinflussen.

    Unterdessen verschärft sich der Wettbewerb auf dem Weltmarkt. Aktive Sonnenblumenlieferungen aus Argentinien nach Bulgarien und in die Türkei haben das Angebot an Sonnenblumenöl erhöht und beeinflussen die Preisentwicklung in verschiedenen Regionen.

    Argentinisches Sonnenblumenöl verteuerte sich aufgrund der gestiegenen Nachfrage um 10–20 US-Dollar pro Tonne und liegt nun bei 1.340–1.380 US-Dollar pro Tonne FOB. Gleichzeitig fiel der Preis für russisches Sonnenblumenöl um 10 US-Dollar pro Tonne auf 1.290 US-Dollar FOB, da die Anbieter mit den teureren argentinischen Angeboten konkurrieren müssen.

    agrinews.com.ua

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