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  • Die Kartoffelpreise in Polen sind eingebrochen: Die Regierung startet eine Kampagne zur Unterstützung der heimischen Landwirte
    Опубликовано: 2026-05-21 14:03:53

    Polen verzeichnet einen drastischen Preisverfall bei Kartoffeln aufgrund eines Überangebots und steigender Importe, vor allem aus Deutschland. Die polnische Regierung ruft die Bürger dazu auf, heimische Produkte zu bevorzugen, während die Landwirte ihre Unzufriedenheit mit der Marktlage äußern. Dies berichtet Euractiv.

    Laut einem Sprecher des polnischen Landwirtschaftsministeriums sind die durchschnittlichen Großhandelspreise für Kartoffeln in diesem Monat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 % gefallen. Diese Entwicklung hat die Regierung veranlasst, eine landesweite Informationskampagne zur Unterstützung der heimischen Erzeuger zu starten.

    Die Initiative trägt den Namen „Polnische Kartoffeln“. Im Rahmen der Kampagne werden die Bürger zu patriotischem Konsum aufgerufen und dazu angehalten, heimische Produkte anstelle von Importware, insbesondere neue Kartoffeln aus dem Ausland, zu wählen. Die Werbematerialien enthalten den Aufruf: „Lasst uns das Gute und Unserer wählen.“

    Die Marktlage hat sich aufgrund der Rekordproduktionsmengen weiter verschärft. Im Jahr 2025 erntete Polen rund 18 % mehr Kartoffeln als 2024. Gleichzeitig stiegen die Importe um weitere 16 %, was den Druck auf die Inlandspreise zusätzlich erhöhte.

    Den größten Anteil der Importe machten Produkte aus Deutschland aus. Von den rund 160.000 Tonnen importierter Kartoffeln im Jahr 2025 entfielen etwa 95.000 Tonnen auf Lieferungen aus Deutschland, 41 % mehr als im Vorjahr.

    Angesichts der Meldungen über den Produktionsüberschuss berichteten einige polnische Landwirte sogar von der Zwangsvernichtung eines Teils ihrer Ernte. Dies löste eine Welle der Kritik an Importprodukten, insbesondere aus Deutschland, aus.

    Tomasz Ognisty, Vertreter des Bauernflügels der Gewerkschaft Solidarność, erklärte: „Deutsche Kartoffeln zerstören den polnischen Markt“ und betonte damit die negativen Auswirkungen der Importe auf die heimischen Erzeuger.

    Bereits im September des vergangenen Jahres protestierten polnische Landwirte gegen Kartoffelimporte. Während der Proteste brachten sie sogar eine Tasche mit deutschen Produkten zum Ministeriumsgebäude, um ihre Unzufriedenheit mit der Situation auf dem Markt zu demonstrieren.

    agrinews.com.ua

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