Im April 2026 steigerte die Ukraine das Transportvolumen von Getreide über die Bahnübergänge an der Grenze zu Ungarn. Dies berichtete das Branchenmagazin [RAIL.insider.
Den Monatsergebnissen zufolge wurden durchschnittlich 49,3 Waggons Getreide täglich über die ukrainisch-ungarische Route transportiert. Im Vergleich zum März stieg diese Zahl um 2,3 Waggons pro Tag. Analysten heben hervor, dass dies die einzige der wichtigsten westlichen Grenzrouten ist, die eine positive Entwicklung verzeichnete.
Auf anderen Grenzübergängen gingen die Getreidetransportmengen hingegen zurück. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete die Grenze zu Polen. Dort sank der Tagesdurchschnitt um 12,5 Waggons auf nur noch 13 Waggons. Dies entspricht fast der Hälfte des Vormonats.
Im April wurden durchschnittlich 23,7 Waggons Getreide über die ukrainisch-slowakischen Bahnübergänge transportiert. Im Vergleich zum März sank das Volumen um 7,8 Waggons pro Tag.
Auch in Richtung Rumänien blieben die Werte niedrig. Im Durchschnitt wurde täglich nur ein Waggon Getreide über die ukrainisch-rumänischen Übergänge befördert. Dies entspricht einem Rückgang um weitere 1,1 Waggons gegenüber dem Vormonat.
Marktexperten gehen davon aus, dass die April-Statistiken auf eine ungleichmäßige Verteilung der Logistikströme im Bereich der Getreideexporte per Bahn hindeuten. Vor dem Hintergrund eines allgemeinen Rückgangs der Transporte über die meisten westlichen Grenzübergänge verzeichnet die ungarische Richtung ein Wachstum und stärkt ihre Rolle beim Transport ukrainischer Agrarprodukte.
Experten weisen zudem darauf hin, dass die Veränderungen in der Logistik sowohl mit den technischen Kapazitäten einzelner Übergänge als auch mit Schwankungen in der Nachfrage nach Exportrouten, der Infrastrukturkapazität und der Organisation des internationalen Getreidetransports zusammenhängen könnten.
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