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  • Überschussgefahr: Geringere Weizenexporte gefährden Rekordbestände in der Ukraine
    Опубликовано: 2026-04-01 14:02:45

    Der ukrainische Weizenmarkt zeigt im Wirtschaftsjahr 2025/26 eine atypische Dynamik, die zur Bildung erheblicher Übergangsbestände führen kann. In den ersten neun Monaten der Saison (Juli bis Juni) liegen die Exportmengen deutlich hinter den Erwartungen zurück, was bei den Akteuren des Agrarmarktes Besorgnis auslöst.

    Laut dem Ukrainischen Agrarwirtschaftsclub (UKAB) und unter Berufung auf den Staatlichen Zolldienst der Ukraine exportierte die Ukraine in diesem Zeitraum 9,7 Millionen Tonnen Weizen. Dies entspricht lediglich 55 % des prognostizierten Liefervolumens und liegt damit deutlich unter dem für diese Saisonphase erwarteten Niveau.

    Analysten weisen darauf hin, dass die aktuelle Situation atypisch ist: In 75 % der Wirtschaftsjahresdauer konnte nur etwas mehr als die Hälfte des Exportpotenzials ausgeschöpft werden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dieser Wert um rund 25 % gesunken, was auf eine spürbare Verlangsamung der ukrainischen Getreidelieferungen ins Ausland hindeutet.

    Einer der Hauptgründe für diesen Rückgang war die gesunkene Nachfrage aus der Europäischen Union. Dank ihrer eigenen Ernte von 144 Millionen Tonnen konnte die EU ihren Inlandsbedarf vollständig decken, was die Exportmöglichkeiten für die Ukraine in diesen Markt erheblich einschränkte. Infolgedessen mussten Händler ihre Lieferungen umorientieren, insbesondere in Richtung afrikanischer Länder.

    Gleichzeitig blieb die Exportrate in den letzten Monaten konstant niedrig. Seit vier Monaten liegt das durchschnittliche monatliche Liefervolumen bei rund 600.000 Tonnen, was nicht ausreicht, um die prognostizierten Zahlen bis zum Saisonende zu erreichen.

    Sollte sich dieser Trend fortsetzen, drohen der Ukraine Rekordmengen an Übergangsweizen. Experten zufolge könnten diese bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 7 Millionen Tonnen erreichen. Dies würde sogar die Zahlen der Saison 2021/22 übertreffen, als die Exporte aufgrund der vollständigen Blockade der Seehäfen stark eingeschränkt waren.

    Der Weizenmarkt tritt somit in eine Phase erhöhter Unsicherheit ein. Die weitere Entwicklung der Situation wird maßgeblich von der Wiederherstellung der Nachfrage auf den traditionellen Absatzmärkten oder der erfolgreichen Ausweitung des Exportgebiets abhängen, wodurch eine übermäßige Anhäufung von Getreide im Inland vermieden wird.

    agrinews.com.ua

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