Die Anzahl der Getreide-Lkw im Fuhrpark von Ukrzaliznytsia nimmt stetig ab und könnte sich bis Jahresende um fast das Dreifache verringern. Hauptgründe hierfür sind das Ende der Nutzungsdauer eines Großteils der Fahrzeuge sowie die hohen Reparaturkosten.
Die Fachzeitschrift TsTS berichtete über diesen Abwärtstrend. Laut den veröffentlichten Informationen hat sich der Fuhrpark der Getreide-Lkw der Niederlassung Transport Logistics Center bereits deutlich verkleinert.
Ihor Trybis, Leiter der Niederlassung Transport Logistics Center, gab an, dass der Fuhrpark im Dezember 2025 noch rund 3.000 Getreide-Lkw umfasste. Bis zum 5. März dieses Jahres war ihre Zahl auf 2.600 Fahrzeuge gesunken.
Trybis zufolge wird die Ausmusterung der Lkw fortgesetzt. Bereits im März sollen fast 200 weitere Getreide-Lkw außer Betrieb genommen werden, und im April könnte die gleiche Anzahl an Güterwagen aus dem Fuhrpark verschwinden. Künftig könnte sich das Tempo der Bestandsreduzierung sogar noch beschleunigen.
Es wird erwartet, dass zu Beginn der nächsten Saison noch 1.500 bis 1.700 Güterwagen im Einsatz sein werden. Bis zum Jahresende könnte ihre Anzahl jedoch auf etwa 800 Einheiten sinken.
Hauptgrund für die Bestandsreduzierung ist das Erreichen der vorgeschriebenen Nutzungsdauer der Güterwagen. Die Branche weist darauf hin, dass Reparaturen nur bei Abschluss langfristiger Verträge durchgeführt werden, die eine Planung der Arbeiten und die Deckung der Kosten für die Instandsetzung des Rollmaterials ermöglichen.
Wie der Branchenleiter erklärte, ist die Wirtschaftlichkeit von Güterwagenreparaturen ohne langfristige Vereinbarungen fraglich. Laut seinen Angaben ist es wirtschaftlich unrentabel, rund 200.000 Hrywnja für die Reparatur eines Waggons auszugeben, der nur wenige Monate im Einsatz ist und lediglich etwa 100.000 Hrywnja einbringt.
Gleichzeitig merkte Valery Tkachev, stellvertretender Direktor der Abteilung für Transporttechnologie und Handelswesen der UZ, an, dass die Reduzierung nicht nur die Waggons des Transportlogistikzentrums betreffen wird. Ein ähnlicher Trend ist auch bei privaten Getreide-Lkw-Flotten zu beobachten, da auch deren Besitzer mit hohen Reparaturkosten zu kämpfen haben.
Tkachev zufolge gilt ein Mietpreis von etwa 1.500 Hrywnja pro Waggon als marktgerecht. Unter diesen Bedingungen belaufen sich die gesamten Logistikkosten für den Getreidetransport über eine Strecke von rund 700 Kilometern auf etwa 17–18 US-Dollar pro Tonne.
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