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  • 2025 war ein weiterer Test für die ukrainische Milchwirtschaft
    Опубликовано: 2026-01-06 14:09:05

    2025 stellte die ukrainische Milchwirtschaft erneut vor große Herausforderungen. Der Krieg übte weiterhin starken Druck auf die Wirtschaft aus, und der Milchmarkt erlebte laut Infagro Phasen relativer Stabilität und heftiger Krisen.

    Zu Jahresbeginn wurde der Markt durch Rekordpreise für Rohmilch gestützt. Die Verarbeiter konnten die Preise für Fertigprodukte erhöhen und so die Folgen der Rohstoffkrise, die sich Ende 2024 abzeichnete, abfedern. Ein weiterer stabilisierender Faktor waren die hohen Weltmarktpreise für börsengehandelte Milchprodukte, insbesondere Butter.

    Die schwierigste Phase war das vierte Quartal 2025. Die Weltrohstoffmärkte brachen ein, und die Käseimporte in die Ukraine stiegen deutlich an. Dies zwang die Verarbeiter, die Einkaufspreise für Milch in der Nebensaison zu senken. Zusätzliche Schwierigkeiten entstanden durch massive Stromausfälle, die den Betrieb der Unternehmen beeinträchtigten.

    Trotz der Krisenphasen fiel das Jahresergebnis für den Agrarsektor insgesamt relativ positiv aus. Zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit erhöhten ukrainische Agrarbetriebe ihren Kuhbestand um 3 % auf 385.000 Tiere (Stand: 1. Dezember 2025). Dank der gesteigerten Produktivität erhöhte sich die Milchproduktion in den Betrieben um rund 7 % auf 3,2 Millionen Tonnen, wovon 2,9 Millionen Tonnen in den ersten elf Monaten des Jahres anfielen.

    Das Wachstum der Milchproduktion kurbelte die Weiterverarbeitung an. Im Jahr 2025 erhielten die Molkereien rund 3,6 Millionen Tonnen Rohmilch – 9 % mehr als 2024 und sogar mehr als das Vorkriegsniveau von 2021. Die Milchproduktion wuchs schneller als der Inlandsverbrauch, was ukrainischen Unternehmen einen aktiveren Zugang zu ausländischen Märkten ermöglichte.

    Vorläufigen Schätzungen zufolge stiegen die Milchexporte um 17 % auf 0,7 Millionen Tonnen. Gleichzeitig blieben die Importe mit rund 0,4 Millionen Tonnen weiterhin hoch, was Experten mit der Preisdifferenz zwischen Inlands- und Auslandsmarkt erklären.

    Analysten beurteilen die Prognosen für 2026 vorsichtig pessimistisch: Ein baldiges Kriegsende ist nicht in Sicht, und die Weltwirtschaft verschlechtert sich. Insbesondere die Experten der Rabobank prognostizieren einen Rückgang der Weltmarktpreise für Milchprodukte aufgrund hoher Lagerbestände und Exportüberschüsse, mit dem Risiko eines anhaltenden Preisverfalls bis Mitte oder Ende 2026.

    Langfristig bleiben die Einschätzungen jedoch vorsichtig optimistisch. Analysten weisen darauf hin, dass Landwirte und Verarbeiter, die Vieh halten und in Modernisierung und nachhaltige Produktion investieren, nach 2026 deutliche Wettbewerbsvorteile erzielen können.

    agrinews.com.ua

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