Auf dem ukrainischen Zwiebelmarkt setzt sich ein deutlicher Preisverfall fort. Laut EastFruit verzeichnen die Erzeuger einen starken Nachfragerückgang, während das Angebot weiterhin deutlich höher ist als die Marktnachfrage. Dies ist ein wesentlicher Faktor für den erneuten Preisverfall des Gemüses.
In der laufenden Woche verkaufen Landwirte Zwiebeln zu einem Preis von 3–8 UAH pro Kilogramm, umgerechnet 0,07–0,19 US-Dollar pro Kilogramm. Im Durchschnitt liegt der Preisrückgang damit 22 % unter dem Wert vom Ende der Vorwoche. Dieser starke Preisverfall deutet auf ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hin.
Analysten erklären: Hauptgrund für den Preisverfall ist ein stark gestiegenes Angebot an Zwiebeln mittlerer und niedriger Qualität. Aufgrund anhaltender Regenfälle während der Erntezeit wurde ein Großteil der Zwiebeln beschädigt und ist nicht für die Langzeitlagerung geeignet. Aufgrund der drohenden Verderbnis sind Landwirte gezwungen, solche Produkte schnell zu verkaufen, was zu einem stetigen Preisverfall führt.
Gleichzeitig sind qualitativ hochwertige Zwiebeln derzeit kaum noch auf dem Markt erhältlich. Die Erzeuger lagern sie ein und hoffen, dass sich die Situation mit der Zeit ändert, die Nachfrage sich stabilisiert und die Preislage für sie günstiger wird. Daher besteht das Angebot im Einzelhandel hauptsächlich aus minderwertiger Ware, was sich ebenfalls auf den durchschnittlichen Marktpreis auswirkt.
Die aktuelle Situation ist die Fortsetzung eines langfristigen Trends. Anfang Dezember 2024 waren die Zwiebelpreise fast dreimal so hoch. Heute wird das Gemüse bereits 68 % günstiger verkauft, was den stetigen Wertverfall der letzten Monate bestätigt.
Experten prognostizieren, dass die weitere Entwicklung vom Absatz minderwertiger Produkte und der Bereitschaft der Erzeuger abhängen wird, qualitativ hochwertige Zwiebeln auf den Markt zu bringen. Bleibt das Angebot weiterhin zu hoch, könnte sich der Trend zu sinkenden Preisen fortsetzen.
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