Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine August-Prognose für die weltweite Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2025/26 veröffentlicht. Den aktualisierten Daten zufolge wird der Ertrag an Weizen und Futtergetreide 2,4 Milliarden Tonnen erreichen, 27 Millionen Tonnen mehr als in früheren Schätzungen. Dies berichtet die ukrainische elektronische Getreidebörse.
Haupttreiber des Wachstums sind eine Rekordmaisernte sowie ein Anstieg der Weizen- und Sojaproduktion. Der globale Agrarsektor zeigt sich daher optimistischer als bisher erwartet.
Laut der IGC-Prognose wird die gesamte Getreideproduktion um 27 Millionen Tonnen steigen, während der weltweite Verbrauch um 15 Millionen Tonnen zunehmen wird. Dies wird zu einem Anstieg der weltweiten Endbestände auf 597 Millionen Tonnen beitragen. Dieses Ergebnis bietet den Ländern zusätzliche Sicherheit für mögliche Marktschwankungen.
Auch Analysten haben die Indikatoren für die wichtigsten Nutzpflanzen präzisiert. Die Weizenproduktion wird auf 811 Millionen Tonnen prognostiziert. Auch die Nachfrage wird steigen, die Vorräte dieser Kulturpflanze könnten jedoch leicht sinken. Der größte Durchbruch wird bei Mais erwartet: Die Prognose wurde um 23 Millionen Tonnen auf 1,3 Milliarden Tonnen angehoben, was einem Anstieg von 5,3 % gegenüber der Vorsaison entspricht. Dadurch werden die Mais-Endbestände deutlich steigen.
Auch die Lage auf dem Sojabohnenmarkt sieht positiv aus. Die Produktion dürfte auf 430 Millionen Tonnen steigen, während auch der weltweite Verbrauch wachsen wird. Bei Reis bleibt das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage stabil, und Erträge und Nutzung könnten Rekordwerte erreichen.
Experten betonen, dass der weltweite Getreidehandel trotz der sinkenden Kosten für einige Futterpflanzen weiter wachsen wird. Ein zusätzlicher Impuls kam von höheren Exportpreisen für Sojabohnen und Mais, die den Getreide- und Ölsaatenindex auf den internationalen Märkten stärkten. Die neue Saison verspricht somit stabiler als erwartet zu werden, auch wenn die Märkte weiterhin anfällig für geopolitische und klimatische Risiken sind.
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