China hat Verträge über den Kauf einer großen Menge ukrainischer Futtergerste mit einem Gesamtvolumen von 500.000 bis 700.000 Tonnen unterzeichnet. Laut der elektronischen Getreidebörse der Ukraine erfolgt die Lieferung zu CIF-Bedingungen zu einem Preis von 240 US-Dollar pro Tonne – diese Kosten decken nicht nur das Produkt selbst, sondern auch die Transport- und Versicherungskosten bis zum Bestimmungshafen ab.
Mit diesem Kaufvolumen wird China im Jahr 2025 fast ein Viertel des gesamten ukrainischen Gerstenexportpotenzials kaufen. Aktualisierten Prognosen zufolge wird die Ernte dieser Kulturpflanze in der Ukraine voraussichtlich 4,5 bis 5 Millionen Tonnen betragen, wovon nur 2 Millionen Tonnen für den Export vorgesehen sind. Dies ist weniger als in der vorherigen Vermarktungssaison 2024/2025, als die Exporte 2,32 Millionen Tonnen betrugen.
Auf dem Inlandsmarkt haben sich die Exportpreise für Gerste inzwischen bei 9.350–9.500 Griwna pro Tonne stabilisiert, was 196–200 US-Dollar bei Lieferung an Schwarzmeerhäfen entspricht. Analysten weisen darauf hin, dass aktive Käufe aus China bereits zu einer steigenden Nachfrage und einem verstärkten Wettbewerb unter den ukrainischen Exporteuren geführt haben.
Gleichzeitig erwarteten Händler einen gewissen Rückgang der Einkaufspreise aufgrund günstiger agrarmeteorologischer Bedingungen in den zentralen und westlichen Regionen der Ukraine, wo die Gerstenernte höher ausfiel als im Südosten. Die landwirtschaftlichen Erzeuger hatten es jedoch nicht eilig, die ersten Erntemengen zu verkaufen, da sie den Abschluss der Ernte und die endgültige Bewertung der Erntemengen abwarteten.
Ein hemmender Faktor für das Wachstum der Gerstenpreise sind weiterhin die niedrigen Weltmarktnotierungen für Futtermais und Weizen. Es wird erwartet, dass nach Abschluss der Erntesaison in der Ukraine, der EU und Russland im August die Preise für wichtige Getreidearten sinken könnten.
Trotz des insgesamt geringen Exportpotenzials stellen die abgeschlossenen Verträge mit China daher ein positives Signal für die ukrainischen Erzeuger dar. Allerdings bleiben die globale Getreidemarktlage und die weitere Erntedynamik wesentliche Faktoren, die die Preissituation in den kommenden Monaten bestimmen werden.
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